
Vorhersehbar, langweilig, nervtötend - Die Kurzbeschreibung las sich gut, aber das Buch ist eigentlich das, wie es oben in der Überschrift steht. Vorhersehbar und insgesamt ziemlich ärgerlich.Aus dem Thema hätte man mehr machen können.
Locker-leichte Lektüre - zum schnellen Durchlesen geeignet. Wer nicht zu viel Tiefgründiges erwartet, sondern einfach nur lesen, entspannen und sich dabei gut unterhalten lassen will, ist bei diesem Buch richtig. Wer auf genaue Definitionen der Charaktere achtet und auf deren tiefgründige, stimmige Entwicklung innerhalb einer Geschichte, sollte die Finger davon lassen.
Selten so geschmunzelt...... - Na, auch schon mal mit Vater verreist? Wenn ja, kommen einem diese Problemchen die Christine (45) mit ihrem alten Herrn Heinz hat durchaus bekannt vor. Heinz verbringt seine Ferien mit Christine auf Norderney, wo Christine eigendlich nur ihrer Freundin beim renovieren ihrer geerbten Kneipe helfen will. Natürlich geht nichts ohne Heinz und seine neu gewonnenen Rentner Freunde. Es bildet sich eine irre witzige Rentner-Combo, die sich nicht nur aufs Renovieren versteht, sondern ihre Zeit ebenso mit Detektivspielchen zu vertreiben weiß.LESEN! Schon ab der zweiten Seite konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe auf jeder Seite ein kleines bischen meinen eigenen Vater gesehen!
Das Lektorat hat geträumt! - In der Gesamtbeurteilung schließe ich mich den Rezensenten von Verschenkt und Hält nicht was der Titel verspricht an.Sehr ärgerlich fand ich auch die Schusseligkeit der Autorin und des Lektorats!Dies zeigte sich im Hin und Her von Mechthilds Nachnahme. Bis zur Seite 116 hieß Mechthild Frau Weingarten-Zapek. Ab Seite 139 nennt Frau Held sie plötzlich Weidmann-Zapek. Auf Seite 154 heißt sie wieder Weingarten-Zapek, doch das zieht die Autorin nicht lange durch. Anschließend schreibt sie wieder von Weidmann-Zapek!!!!!Wie soll die Frau denn nun heißen?????????Für eine so bekannte und gut verkaufende Autorin ist das schon ein heftiger Schnitzer.
Einfach toll! - Die arme Christine- von ihrer Mutter kurzerhand dazu verdonnert ihren nicht allzu pflegeleichten Herrn Papa mit nach Noderney zu nehmen, blüht ihr ein sehr abenteuerlicher Urlaub. Da der Inhalt des Buches schon hinreichend von anderen LeserInnen erläutert wurde, komme ich gleich zu meinen Eindrücken.Auch wenn Heinz dem Klischee, leicht seniler alter Besserwisser , sehr eintspricht(was von einigen Rezensenten sehr kritisiert wird) und dies auch hinreichend unter Beweis stellt, ist das Buch sehr liebevoll und humorvoll geschrieben. Einige LeserInnen sind der Meinung, dass die Geschichte zu unrealistisch ist, da ein Mann wie Heinz ja nie im wirklichen Leben existieren könnte.Diese Frage hat sich mir so gar nicht aufgedrängt, da das Buch ja schließlich keine soziologische Studie über die Verhaltensweisen älterer Insulaner ist. Sowieso scheinen einige der Rezensenten das Buch ja geradezu niveaulos zu finden, was aber möglicherweise mit deren Ansprüchen und falschen Erwartungen an das Buch zusammen hängt. Allein der Titel des Buches sagt deutlich, dass es sich NICHT um hochgestochene, wahnsinnig intellektuelle Literatur handelt, sondern um nette, einfache Sommerlektüre.Wenn ich einige Rezensionen so lese, denke ich, dass diese Personen wohl besser bei Goethe bleiben sollten, wenn sie mehr Anspruch wünschen.Natürlich wirken Heinz Kommentare an einigen Stellen überspitzt, aber nur um die Wirkung seiner Art zu untertstreichen, sonst würde schließlich niemand darüber lachen, oder? Zudem muss ich sagen, dass ich das Ganze so unrealistisch gar nicht fand. In unseren Großvätern, Vätern und höchstwahrscheinlich auch in uns selbst steckt doch ein kleiner Heinz, der im Alter unter Garantie einmal hervorbrechen wird. Ich denke, dass es als älter werdender Mensch gar nicht so einfach ist, mit all den Neuerungen, den Einstellungen der jüngeren Generationen und dem Leben an sich klarzukommen. Da reagieren viele mit Ablehnung oder Nostalgie(früher war alles besser). Heinz macht s anders. Er kann alles, weiß alles und kennt alles und sorgt damit für Furore. Ich persönlich finde diese Einstellung für einen älteren Herren sehr beachtlich, auch wenn es bestimmt nicht immer einfach für seine Mitmenschen ist :-)Heinz genießt sein Leben in vollen Zügen und auch wenn Christine mit ihrem Papa eine Menge Ärger hat liebt sie ihn sehr, was meiner Meinung nach auch SEHR deutlich wird.Dora Heldt hat mit Urlaub mit Papa ein wirklich herzerwärmendes, Lachmuskel strapazierendes und liebevolles Buch verfasst, das besonders Väter und Töchter berührt, denn Heinz und Christine haben sich trotz Allem sehr sehr lieb.